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Weg in die Wüste Arizonas
Der Ocotillo Trail führt in die Wüste Arizonas. (Foto: Alamy)

UFOs und Alien-Entführungen in Arizona

Location: Arizona

Hintergrundgeschichte: In den letzten 70 Jahren war Arizona Heimstatt Tausender Berichte von UFO-Sichtungen und Alien-Entführungen. Einige Zwischenfälle haben tatsächlich Schlagzeilen gemacht. Zwei der bekanntesten Ereignisse waren die Alien-Entführung von Travis Walton im Jahr 1975 und die Phoenix Lights, ein Ereignis, das am 13. März 1997 stattgefunden hatte.

Travis Walton: Auf seiner Internetseite und in seinem Buch „Feuer am Himmel“ (ursprünglich hieß es „The Walton Experience“) erzählt der Holzfäller Travis Walton, dass er von seiner Arbeitsstelle in dem Apache-Sitgreaves National Forest entführt wurde. Obwohl viele Skeptiker seine Geschichte anzweifeln, hat er daran seit mehr als vierzig Jahren festgehalten.

Phoenix Lights: In der Nacht vom 13. März 1997 flog gegen 20 Uhr eine V-förmige Lichtformation über mehrere Städte Arizonas, darunter auch Phoenix. Ungefähr zwei Stunden später fand ein weiteres Licht-„Ereignis“ über Phoenix statt. Waren es Lichter? Auf jeden Fall. Waren es zwei unabhängige Vorfälle? Ja. Hier endet aber auch schon die Übereinstimmung der Glaubenden und der Skeptiker.

Ansicht eines Glaubenden: Jeff Willes, Gründer von „UFOs Over Phoenix“, sagt, dass ihm seine erste paranormale Erfahrung mit ungefähr sechs Jahren widerfuhr. Sie führte zu seiner lebenslangen Leidenschaft, UFOs und Aliens zu erforschen. „Ich ging nachts ins Bett und jemand nahm meine Hand“, sagt er. „Es fühlte sich an wie eine Person, die meine Hand nimmt, wie eine Hand auf einer Hand. Ich habe das Licht angemacht und da war nichts. Das hat dazu geführt, dass ich schon als kleiner Junge realisiert habe, dass es eine körperliche Realität gibt, die unsichtbar sein oder verschwinden kann.“

Gewitterwolken über Phoenix
Gewitterwolken über Phoenix. (Foto: Alamy)

Bis heute bleibt Willes ein Glaubender. So glaubt er auch an die Phoenix Lights. Aber er ist niemand, der besonders überrascht ist. Wenn man sich die riesige Medienaufmerksamkeit ansieht, die sich auf die Nacht im Jahr 1997 fokussiert hat, sagt Willes: „Es hat einfach nur die Aufmerksamkeit der Leute auf ein Phänomen gelenkt, das jeden Tag passiert.“  

Die Sicht des Entlarvers: Von 1995 bis 1999 lebte Tony Ortega in Arizona, wo er bei der „Phoenix New Times“ arbeitete. (Danach wurde er Herausgeber von „The Village Voice“ und unterhält jetzt die Internetseite „The Underground Bunker“.) Er hat ausgiebig über die Phoenix Lights geschrieben und sein Artikel „Die ‚Phoenix Lights’ zwanzig Jahre später, immer noch die gleiche Reihe Flugzeuge und Leuchtkugeln über Arizona“ bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der beiden Ereignisse von der Nacht des 13. März 1997.

Er erklärt: „Da war ein ‚V’, das den ganzen Bundesstaat gegen 20 Uhr überflog, dann gab es eine Serie von Lichtern, die um zehn Uhr gerade herunterfielen. Es ist keine Frage, dass das ‚V’ eine Formation von Flugzeugen war.“

Mit Hilfe eines Hochleistungs-Teleskops hat der Astronom Mitch Stanley das Phänomen beobachtet und hat später zu Protokoll gegeben, dass das erste Ereignis tatsächlich einzelne Flugzeuge waren. Ortega zitiert Stanleys Beobachtungen mit fester Überzeugung.

Bei der zweiten Runde mysteriöser – oder auch nicht so mysteriöser – Lichter kam heraus, dass die Maryland National Guard mit einer Trainingsübung beschäftigt war, bei der eine Reihe von Leuchtkugeln über der Barry M. Goldwater Air Force Range, südwestlich von Phoenix, abgeworfen wurden. „Die Medien haben das nie klar gestellt: Leute, die die Flugzeuge gesehen haben, behaupteten, dass es sich nicht um Leuchtkugeln gehandelt haben kann und die Leute, die die Leuchtkugeln gesehen haben, wissen, dass sie keine Flugzeuge gesehen haben“, so Ortega.

„Ich verstehe, warum Leute von diesem Thema fasziniert sind, aber dieses spezielle Ereignis ist kein Mysterium“, sagt er. Dennoch akzeptieren die Glaubenden Ortegas Erklärung nicht, aber sie haben einen gemeinsamen Nenner mit ihm gefunden. „Tatsächlich sind ein paar UFO-Forscher zu mir gekommen und haben sich bedankt. Sie sagten: Wir stimmen zwar nicht mit deiner Sicht der Dinge überein, aber es ist sehr selten, dass ein Reporter dieses Thema ernst nimmt. Das wissen wir zu schätzen.“

Vogelperspektive auf Farm in Wüste Arizonas
Alienperspektive auf eine bewässerten Farm in der Wüste Arizonas. (Foto: Alamy)

Erfahren Sie mehr: Von den Glaubenden bis hin zu den Skeptikern, die verfügbaren Berichte über UFOs und Aliens kennen keine Grenzen. Hier ist eine (kleine) Auswahl, was es da draußen gibt: „UFOs and Disclosure in the Trump Era“ (Richard Dolan Lecture Series, Volume 2) von Richard M. Dolan; „UFOs: Generäle, Piloten und Regierungsvertreter brechen ihr Schweigen“ von Leslie Kean; „The Close Encounters Man: How One Man Made The World Believe in UFOs“ von Mark O’Connell; „The ‚Phoenix Lights’ 20 years later, still the same set of planes and flares over Arizona“ und „The Phoenix Lights Explained (Again)“ von Tony Ortega; „The ‚Phoenix Lights’ Become an ‚Incident’“ von Robert Sheaffer, „Feuer am Himmel“ (1993 auch als Film) von Travis Walton und „UFOs Over Phoenix“, geleitet von Jeff Willes.